{"id":279,"date":"2017-10-20T15:28:04","date_gmt":"2017-10-20T15:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/de-waterloo.de\/?p=279"},"modified":"2020-01-14T12:36:55","modified_gmt":"2020-01-14T12:36:55","slug":"fliesen-ausstellung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/h00p.de\/?p=279","title":{"rendered":"Fliesen-Ausstellung"},"content":{"rendered":"<p>Vernissage am 10. Dezember 2017 um 18:00 Uhr bei Helena Francisco \u00abHaare &amp; so\u00bb Ostertorsteinweg 105a 28203 Bremen. Nagelneue Fliesen aus 4 Jahrhunderten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ausstellung2-de-waterloo_web-small.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-288\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ausstellung2-de-waterloo_web-small-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ausstellung2-de-waterloo_web-small-190x300.jpg 190w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ausstellung2-de-waterloo_web-small-647x1024.jpg 647w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/ausstellung2-de-waterloo_web-small.jpg 758w\" sizes=\"(max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die sich weiter mit den Hintergr\u00fcnden befassen wollen, stelle ich die\u00a0 Begleittexte zur Ausstellung No2 hier ein <span style=\"color: #999999;\">[15.12.: jetzt auch die ausgestellten Fliesen].<\/span> Das <span style=\"color: #999999;\">erg\u00e4nzende<\/span> Bildmaterial dazu steht aus rechtlichen Gr\u00fcnden auf der (leider anmeldepflichtigen) Internet-Plattform \u2039pinterest\u203a [Schr\u00e4gstrich 2312grg Schr\u00e4gstrich no-2]<\/p>\n<h4><em><strong>\u00d6konomische Kunst.<\/strong><\/em>\u00a0 <span style=\"color: #999999;\">[Kopien unbekannter Meister]<\/span><\/h4>\n<p>Wohl kaum ein Fliesenmaler h\u00e4tte sich in der Vergangenheit als K\u00fcnstler bezeichnet. Er\/Sie arbeitete mit \u2039sponzen\u203a, den Durchstaubschablonen, die der Chef-Designer nach irgendeinem Kupferstich umgezeichnet hatte und malte brav die punktierten Linien auf der ungebrannten Glasur nach. Mal 20 hiervon, mal 20 von jenem Motiv oder auch mal an die 100 gleiche Dekors an einem Werktag, je nach Bestellung. Mitte 17. Jahrhundert f\u00fcr knapp einen Gulden Tageslohn als angestellter Geselle; 2-5 Gulden kosten Hundert einfach bemalte Fliesen im Verkauf. Zum Feierabend hin wird der Wunsch, etwas Anderes, Eigenes zu malen so gro\u00df, dass man sich doch noch ein Pl\u00e4ttchen nimmt und anf\u00e4ngt mit dem Motiv zu spielen \u2026 hier \u00fcberschreitet der \u2039Kunsthandwerker\u203a die d\u00fcrre Linie zum K\u00fcnstler \u2013 einige wenige anonyme Meister haben einen solchen \u2039pers\u00f6nlichen Gru\u00df\u203a hinterlassen. Die Besten aus meiner (digitalen) Antiquit\u00e4tensammlung m\u00f6chte ich hier gern zeigen und hab sie darum reproduziert. Gru\u00df zur\u00fcck an die Kollegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Feierabend.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-301\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Feierabend-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>\u00abFeierabendfliesen\u00bb<\/em>\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #999999;\">[de-waterloo.de]<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Ich mache nat\u00fcrlich keine 100 \u2039Colleen-Fliesen\u203a am Tag. Wenn ich vier davon gemalt habe, will ich schon was anderes machen. Vorlagen frei abzuwandeln, was bei den Kollegen fr\u00fcher die Ausnahme war, macht bei mir eher ein Viertel der Produktion aus. Die \u2039spons\u203a ist immer die gleiche, dann bekommt Colleen mal einen dicken Pulli, mal Shorts oder eine Meer-Schwester. Wirklich gut wird die \u2039Feierabendfliese\u203a erst durch die \u2039Routine des Standards\u203a. Als Hokusai mal von seinem Kaiser gebeten wurde, ihm eben schnell eine Ente zu malen, ging er erstmal heim. Monatelang lie\u00df der Kaiser immer wieder fragen, wie lang das denn noch dauert, eine alberne Ente zu malen. Nach einem Jahr kam Hokusai mit einem leeren Blatt! Darauf malte er mit wenigen Pinselstrichen in Sekunden die beste Ente und sagte, es dauert ein Jahr! Der besondere Reiz vieler alter Fliesen aus der fr\u00fcheren Massenproduktion liegt genau in diesem hundertfachen Wiederholen und Rationalisieren der Bewegungen und Pinselschl\u00e4ge. Im Ergebnis ist es dann nicht mehr sooo viel, was den Fliesenmalerlehrling vom gro\u00dfen Meister Hokusai unterscheidet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Colleen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-299\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Colleen-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><em><strong>Gl\u00fcckliche Jahre in Delft\u00a0\u00a0 <\/strong><\/em><span style=\"color: #808080;\">[Pieter de Hooch (Rotterdam 1629 &#8211; Amsterdam? ca. 1684)]<\/span><em><strong><br \/>\n<\/strong><\/em><\/h4>\n<p>De Hooch war in seiner Delfter Zeit Nebenerwerbs-maler, wie viele seiner Kollegen. Er heiratete 1654 in Delft die Tochter des Fayence- und Fliesenfabrikanten Hendrick van der Burch und zwei seiner Kinder sind hier im Taufbuch nachweisbar. Es gab keinen zwingenden Anlass Auftragsportraits anzunehmen, die Szene kann also mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit bei de Hoochs zuhause angesiedelt sein. Mit diesen Anhaltspunkten und noch etwas mehr Recherche kann eventuell sogar ausnahmsweise der Fliesenmaler des reich bebilderten Kamins ausfindig gemacht werden. Bei der bunten, spa\u00dfbetonten Mischung von Figurenfliesen k\u00f6nnen die Motive, auch wenn sie nicht sehr deutlich gemalt sind, leicht identifiziert werden, weil es davon noch reichlich Vergleichsst\u00fccke im Antik-Handel gibt. Gut zu erkennen ist einer der heute gern gesammelten \u2039kakkers\u203a &#8211; jepp, der Niederl\u00e4nder flieste es sich in den Wohnbereich! Das Interieur ist auf der H\u00f6he der Zeit in der kleinen \u2039Craft-Hipster-Stadt\u203a &#8211; und de Hooch ist dabei.\u00a0\u00a0\u00a0 Auch wenn die Kunsthistoriker die K\u00f6pfe sch\u00fctteln, ich meine, hier malt einer, was er sieht, wie f\u00fcrs Familienalbum: seinen fr\u00f6hlichen, gelungenen Nachwuchs, die pr\u00e4chtigen Br\u00fcste seiner Frau, sein schickes Wohnzimmer, Kamin mit Gro\u00dfbild-Flatscreen &#8230; denn, seit Menschen das Feuer haben, sitzen sie drumherum und glotzen stundenlang rein. Was es zu sehen gibt (von oben nach unten) unterscheidet sich wenig vom heutigen Boulevard-Magazin oder Gala-News-Feed: Dschungelcamp mit Fremdsch\u00e4men: iiieh; VIPs und Royals: ui; Religi\u00f6se Minderheiten: Haha; Party-party-party: Yeah! Wenn man genau aufpasst, \u00e4ndern sich die Bilder heute auch nicht &#8211; nur die Schlagzeilen darunter wechseln; die hat sich Vatter de Hooch damals wenigstens noch selber ausdenken k\u00f6nnen, wenn er mit der Familie um den Kamin sa\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DeHooch.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-300\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/DeHooch-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><em><strong>Vintage-Look anno 1655\u00a0<\/strong><\/em><span style=\"color: #999999;\"><strong> [<\/strong><strong>Esaias Boursse (Amsterdam 1631-1672 auf dem Seeweg nach S\u00fcdostasien)]<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Diese farbigen Ornament-Fliesen waren in den 1610er Jahren in Mode, als die Fayence-Produktion in den n\u00f6rdlichen Niederlanden mit dem Fachwissen eingewanderter Handwerker aus dem heutigen Belgien gerade erst begann. Boursses Eltern sind Einwanderer aus Wallonien (ebf. Belgien) und heirateten 1618 in Amsterdam. Als er, etwa 24-j\u00e4hrig, dieses Bild malte, war seine Mutter bereits um die 60 \u2013 m\u00f6glich, dass sie die Abgebildete ist. Auff\u00e4llig ist, dass fast st\u00e4rker als die Person, hier die \u2039belgischen\u203a Fliesen portraitiert sind, die schon gut 10 Jahre an der Wand klebten, als Boursse auf die Welt kam &#8211; vielleicht in diesem Haus? 1655 sind diese Fliesen schon lange nicht mehr im Handel &#8211; blau-wei\u00dfer Asia-Trend ist angesagt &#8211; sind also entweder \u2039Mega-Out\u203a oder schon \u2039Retro\u203a, etwa so als w\u00fcrde ich heute eine moosgr\u00fcne Fliesenwand mit aufgeklebten Pril-Blumen malen. F\u00fcr uns sieht das heute alles uralt aus \u2013 f\u00fcr Boursse aber eben auch schon. Die paar Hintergrundinformationen ver\u00e4ndern die denkbare Absicht des K\u00fcnstlers sehr stark und lassen sein Statement im Bild moderner erscheinen als das 250 Jahre sp\u00e4ter \u00e4hnlich aufgebaute Gem\u00e4lde Hermann Knopfs.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-298\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse-150x150.jpg 150w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse-300x297.jpg 300w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse-768x761.jpg 768w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse-1024x1015.jpg 1024w, http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Boursse.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>Auftragsarbeit f\u00fcrs Bordell?<\/em> <span style=\"color: #999999;\">[Willem Basse (Amsterdam, 1613 &#8211; 1672)]<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Im 17. Jh werden diese Bildmotive bereits unter der Sammelbezeichnung \u2039bordeeltje\u203a gehandelt und erfreuen sich reger Beliebtheit bei Grafikern, Malern und Kunden, gerne auch untertitelt mit der Bibelgeschichte vom \u2039verlorenen Sohn\u203a (der sein Erbteil im Puff verprasst, sp\u00e4ter Schweine h\u00fcten muss \u2026), um dem Ganzen einen moralisierenden Au\u00dfenanstrich zu verpassen. Es wurde schon seitenlang \u00fcber dieses Bildthema spekuliert \u2013 prinzipiell bleibt nicht ausgeschlossen, dass diese Abbildung auch in privatem Rahmen angesiedelt sein kann. Interessanter ist die Frage nach den Fliesen: Basse hat bei dem, am rechten Bildrand angeschnittenen, offenen Kamin nicht einfach nur grob angedeutet \u2039Fliesen\u203a eingestichelt. In der Vergr\u00f6\u00dferung wird klar, dass er bei den nur 8 x 8 Millimeter kleinen Quadraten f\u00fcr jedes Einzelne eine konkrete Bildidee in seine Kupferplatte gravierte. Unter handels\u00fcbliche Standardfliesen, Schiffe, Berufsfiguren etc mischte er ungeniert eindeutige Sex-Szenen. Sofern das Fliesenfeld nicht der reinen Phantasie des K\u00fcnstlers entsprungen ist \u2013 was ich f\u00fcr unwahrscheinlich halte \u2013 konnte man sich also z.B. als Bordell-betreiber\/in damals in einer Fliesenmanufaktur passende Motive f\u00fcrs Gesch\u00e4ft bestellen? Im Antik-Handel sind Fliesen von solcher Eindeutigkeit heute extreeem selten. Die Masse \u2039pornografischer\u203a Werke, die die Zensur des ungleich pr\u00fcderen 19. Und 20. Jahrhunderts nicht \u00fcberlebt haben, ist ein bedauerlicher Verlust und verf\u00e4lscht bis heute nachhaltig die Kunstgeschichtsschreibung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Basse.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-297\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Basse-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>Kommentare in der Fliesenzeile?\u00a0<\/em> <span style=\"color: #999999;\">[Johannes Vermeer (Delft 1632 &#8211; 1675); \u2039Melkmeisje\u203a (gemalt 1657-1660)]<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Vermeer hat in etwa 22 Jahren seiner aktiven Zeit als Maler nur knapp 40 Bilder gemalt. Das Einkommen der Familie wurde wohl gr\u00f6\u00dftenteils aus seiner T\u00e4tigkeit als Kunsth\u00e4ndler und dem Immobilienbesitz der Schwiegermutter bezogen. In der Entstehungszeit dieses Gem\u00e4ldes wohnt er in Delft nahe dem Marktplatz mit seiner Frau, Schwiegermutter und einem bis h\u00f6chstens drei Kindern. Mit drei Erwachsenen sollte der Haushalt locker zu schaffen sein \u2013 eher unwahrscheinlich, dass Vermeer in dieser Zeit eine Dienstmagd besch\u00e4ftigt. Anders als die meisten Kunsthistoriker gehe ich davon, dass hier tats\u00e4chlich Catharina, Vermeers Frau, abgebildet ist. Die \u2039rustikale\u203a Malweise, die Arbeitskleidung und die verdeckten Haare lenken leicht davon ab, dass sie starke \u00c4hnlichkeit mit der Frau hat, die auf mindestens f\u00fcnf weiteren Gem\u00e4lden Vermeers abgebildet ist. Walter Liedtke, ehemals Kurator am Metropolitan Museum NY, hat auf eine m\u00f6gliche Bedeutung der Cupido-Fliese rechts unten hingewiesen, ignorierte aber die Dritte in der Reihe, weil er sie nicht entziffern konnte. Vermeer hatte hier zuerst einen gef\u00fcllten W\u00e4schekorb gemalt, den er sp\u00e4ter mit den Fliesen und dem \u2039stoof\u203a \u00fcbermalte. Angenommen Liedtke hatte recht damit, dass Vermeer sich bei jedem Detail etwas dachte \u2013 seine extrem langsame Malweise spricht daf\u00fcr \u2013 kann es sein, dass es sich hierbei um eine eher private Notiz an sich selbst oder seine Frau handelt. Es w\u00e4re kein Problem gewesen die kleinen Motive deutlich erkennbar zu malen, offenbar ist die erschwerte Lesbarkeit aber beabsichtigt; beide kannten ja ihre Fliesen zuhause und werden gewusst haben was drauf ist. In der Reihe gelesen ergibt sich ein erstaunlich klarer Kommentar: Der Cupido mit dem umgekehrten Bogen \u2013 das deutet den abgeschossenen Pfeil an \u2013\u00a0 trifft den wandernden Gesellen, kann gut ein Malerlehrling sein; der n\u00e4chste Cupido kommentiert: \u201eNur die eine!\u201c &#8211;\u00a0 oooooh, wie romantisch! :..) Die letzte Fliese ist, nach (wirklich sehr) umfangreichen Vergleichen, am wahrscheinlichsten das als Fliese umgesetzte Motiv, das im n\u00e4chsten Vermeer-Bild riesengro\u00df hinter der Dame an der Wand h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>[und bitte: Tracy Chevalier und dieser Hollywood-Film da: es ist alles Bl\u00f6dsinn! Und Scarlett Johannson h\u00e4tte Catharina spielen m\u00fcssen \u2026 und in einer v\u00f6llig anderen Geschichte und \u2026 \u00a7$&amp;%#!!]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer01.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-305\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer01-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><span style=\"color: #999999;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><em>\u2039True Love Knowe But One\u203a<\/em><\/span>\u00a0 <\/strong>[Johannes Vermeer (Delft 1632 &#8211; 1675); \u2039Stehende Virginal-Spielerin\u203a (gemalt ca. 1670 &#8211; 1674)]<\/span><\/h4>\n<p>Nach dem Exkurs zum \u2039melkmeisje\u203a sollte hier jetzt alles klar sein: Ein Bild f\u00fcr Catharina zum 40. Geburtstag (1671) oder zum 20. Hochzeitstag (1673)! Vermeer liebte wohl die Ruhe &#8211; die er aber nur in seinen Bildern hatte: Acht bis Elf Kinder bev\u00f6lkern mittlerweile sein Haus! Anders als seine Kollegen widmete er sich nie dem Thema Mutterschaft explizit. Das riesige Cupido-Gem\u00e4lde, das sagt: \u00abes kann nur eine geben\u00bb geh\u00f6rte damals zur Allgemeinbildung und war vielfach publiziert in den \u2039Emblemata amatoria\u203a, lustigen kleinen Ratgeber-B\u00fcchlein mit Sinnspr\u00fcchen in Herzensangelegenheiten. Die Kinder findet man allerdings auch im Bild, n\u00e4mlich in der \u2039Fliesen-Kommentarzeile\u203a, die diesmal gef\u00fcllt ist mit den auch heute noch sehr h\u00e4ufig zu findenden Motiv-Serien \u2039Kinderspiele\u203a, gemischt mit spielenden Cupidos und gleich neben Catharina, ein Cupido mit Fackel und einer mit Schwert und Schild = in 20 Jahren Ehe gibt\u2019s auch mal Krach? Rechts sieht man nochmal den laufenden Cupido mit Bogen aus dem \u2039melkmeisje\u203a (ge\u00e4nderte Richtung!). Die Scheuerleiste schick in Blau-Wei\u00df zu haben war \u2039must-have\u203a, Fliesen mit so winzigen Motiven waren da schon &#8230; naja &#8230; \u2039billig?!\u203a Auf manchen der Fliesen scheint das Motiv noch dazu leicht verlaufen oder verzogen zu sein, wie es bei \u00fcberfeuerten Zweite-Wahl-Fliesen vorkommt (hab versucht, bei einer davon den Effekt zu imitieren). Vermeers hatten keine 200 Meter Fu\u00dfweg zur n\u00e4chsten Fliesenmanufaktur, wo sie sich locker die preiswerten aber noch guten St\u00fccke raussuchen konnten. Ist vielleicht sein zweites Statement hier im Bild sein \u2039Lob der Hausherrin\u203a: \u2039schick, ordentlich und doch sparsam\u203a?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer02.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-306\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer02-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><em><strong>Ein Letztes noch\u00a0\u00a0 <\/strong><\/em><span style=\"color: #999999;\"><strong>[<\/strong>Johannes Vermeer (Delft 1632 &#8211; 1675); \u2039Sitzende Virginal-Spielerin\u203a (gemalt ca. 1670 &#8211; 1675)]<\/span><\/h4>\n<p>Verglichen mit den vorigen Werken Vermeers wirkt dieses traurig, kraftlos und duster. Im Hintergrund ist das riesige Gem\u00e4lde aus dem Besitz seiner Schwiegermutter zu erkennen (\u2039Bei der Kupplerin\u203a von Dirck van Baburen), das im Zusammenhang mit dem musizierenden, etwas melancholisch blickenden, fein herausgeputzten M\u00e4dchen etwas unpassend wirkt. Es sei denn, man sollte dergleichen damals als generelle (etwas derbe) Metapher f\u00fcr bevorstehenden Herrenbesuch auffassen? Drei T\u00f6chter sind mittlerweile zwischen 16 und 21 \u2013 k\u00f6nnte es eine davon sein? Angenommen, Vermeer nutzt tats\u00e4chlich die Fliesen als Kommentarzeile, so lesen wir hier nichts Erfreuliches: Soldaten und Schiffe, gro\u00dfe Eckmotive, wahrscheinlich Lilien, eine Lanze zeigt auf die Lilie? B\u00f6se Ahnung oder schreckliche Tatsache \u2013 1672 ist, nach vielen guten Jahren, wieder Krieg in Holland, diesmal gegen die \u2039Anti-Niederl\u00e4ndische-Koalition\u203a zur See gegen England zu Land gegen die Franzosen. Die lustigen Jahre in der K\u00fcnstlerstadt Delft sind tats\u00e4chlich f\u00fcr sehr lange Zeit vorbei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer03.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-307\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Vermeer03-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>Calvinistische Gem\u00fctlichkeit\u00a0<\/em>\u00a0<span style=\"color: #999999;\"> [Gerrit Zegelaar (Loenen 1719 &#8211; Wageningen 1794)]<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>\u00dcber hundert Jahre nach Pieter de Hooch malte Gerrit Zegelaar etwa das gleiche Bild. Die Datierung ist etwas unklar, wohl seiner Amsterdamer Zeit, entstanden zwi-schen 1755 und 1773. Das \u00d6lgem\u00e4lde zu dieser Aquarellstudie (Vor- oder Nach- ist nicht ganz sicher) liegt im Frankfurter St\u00e4del-Museum. Verglichen mit seinem, eher noch dem \u00fcppigen Klassizismus zugewandten Lehrmeister, orientiert er sich als Dorfkind, zumindest optisch, an den Malern vor hundert Jahren \u2013 die Werke de Hoochs oder Jan Steens sind ihm gewiss bekannt gewesen. Ein paar Kleinigkeiten sind anders: Er heiratet relativ sp\u00e4t, mit 38 und seine Ehe bleibt kinderlos, demnach ist das Bild Auftragsarbeit oder Phantasie. Allerdings ist die Menge der Fliesenmotive mit solcher Genauigkeit wiedergegeben und einzeln identifizierbar, dass er sie wohl kaum aus dem Kopf gezeichnet haben kann. Aber der Kamin-Flatscreen bringt leider nur noch ein Programm: Bibel-Kanal. Kindersicherung! Tats\u00e4chlich wirkt sich die recht scheinheilige \u2039b\u00fcrgerliche Moral\u203a ab dem 18. Jahrhundert auch auf die Bandbreite der Fliesenmotive aus: Bibel, Landschaft, \u2039erbauliches f\u00fcr die Jugend\u203a, Ornamente, kaum mehr. F\u00fcr sittsame Au\u00dfenwirkung wird \u2039moralisch Verwerfliches\u203a zusehends von den Kunstsparten ausgeschlossen, w\u00e4hrend unter den Ladentischen die Auflagen steigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zegelaar.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-308\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Zegelaar-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>Malertourist und Hollandromantiker<\/em>\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #999999;\">[<\/span><\/strong><span style=\"color: #999999;\">Hermann Knopf (Wien 1870 &#8211; M\u00fcnchen 1928)]<\/span><\/h4>\n<p>Zugegeben, das Bild ist ziemlich witzig, vielleicht aber erst aus heutiger Sicht und nicht so gemeint gewesen. Als einer der kleineren Meister der \u2039akademischen\u203a Maler der Jahrhundertwende (Knopf studierte standesgem\u00e4\u00df: Wien, M\u00fcnchen, Paris!) schwimmt er noch mit auf der Welle der Wiederentdeckung des holl\u00e4ndischen \u2039Goldenen Zeitalters\u203a. Zwischen 1890 und 1910 verbringt er seine Ferien gern im Amsterdamer Umland. Seine Gem\u00e4lde hat er mit Sicherheit anschlie\u00dfend in seinem M\u00fcnchner Atelier nach Urlaubsfotos \u2039komponiert\u203a: das grinsende M\u00e4dchen findet sich identisch auf mehreren Bildern, die Fliesen im Hintergrund sind eindeutig zu gro\u00df in die Kollage gesetzt und die Ochsenkopf-Eckmotive konnte er wohl auf den Fotos sp\u00e4ter im Atelier nicht mehr richtig erkennen und musste sich mit ausgedachten Schn\u00f6rkeln behelfen. Die Motive sind eine beliebige Ansammlung von Nettigkeiten, wie sie damals jede Manufaktur im Repertoire hatte. Der erz\u00e4hlerische Hintergrund ist schon verloren. Mit Pseudo-Tradition und dem verkl\u00e4rten Blick in selbsterfundene, gesch\u00f6nte Vergangenheit wehrte sich so mancher gegen die drohende Moderne und asphaltiert f\u00fcr das sch\u00f6ne Handwerk vom \u2039Delfsch-Blauw\u203a den Weg runter zum Kitsch, wo es heute herumd\u00fcmpelt. Danke, Hermann Knopf!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Knopf.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-303\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Knopf-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong><em>Feiner Zwirn und Schmutzige Gedanken<\/em> <span style=\"color: #999999;\">[Gabriel Metsu (Leiden 1629 &#8211; Amsterdam 1667).]<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Auf den ersten Blick ein ruhiges und besinnliches Bild. Die Fliesenleiste zeigt Vogelmotive, die im Raum Amsterdam und Gouda recht gebr\u00e4uchlich waren. \u2039Een jongeman die bezig is met schrijven en aan de andere kant vogelen\u203a (gemalt ca. 1664-66). Kunsthistoriker lieben anz\u00fcgliche Ikonografie und sind damit oft zu schnell bei der Hand &#8211; hier k\u00f6nnten sie nicht ganz falsch liegen, die holl\u00e4ndische Bildbeschreibung sagts klar zweideutig: \u2039Ein junger Herr, der besch\u00e4ftigt ist mit Schreiben und andererseits V\u00f6geln\u203a. Der Doppelsinn ist in Holland gleich. Weitere Tiere im Bild unterst\u00fctzen die These: die B\u00f6cke im v\u00f6llig \u00fcbertrieben gerahmten Bild an der Wand und ein kleiner Hund, den aber nur noch Eingeweihte finden: auf dem Himmelsglobus hinter dem ge\u00f6ffneten Fenster ist zu erkennen, dass \u2039canis minor\u203a gerade \u00fcber den Horizont kommt. Das Pendant zu diesem Bild zeigt &#8211; ebenso fein gemalt &#8211; die Lesende Dame, die also offenbar flachgelegt werden soll. Rustikaler Bildungsb\u00fcrger-Humor.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Metsu-Voegel.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-304\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Metsu-Voegel-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<h4><em>Frivoles Bilderr\u00e4tsel oder der Weg zu Mondrian?<\/em> <span style=\"color: #999999;\">[Samuel van Hoogstraten (Dordrecht 1627 \u2013 1678)]<\/span><\/h4>\n<p>Was hier wirklich vorgeht ist schwer zu sagen. Von den Fliesen existieren keine vergleichbaren Exemplare (freundliche Auskunft Johan Kamermans, Kurator Nederlands Tegelmuseum). Gro\u00dfe Lilien-Eckmotive und orientalisch gekleidete Figuren sind in den Farbklecksen auszumachen, die man in zeitgen\u00f6ssischen illustrierten Reiseberichten, aber auch Bilderbibeln recht \u00e4hnlich wiederfindet. Unbekannt ist allerdings die Figurenfliese mit durchgehend gemalter Landschaft am unteren Rand. Erst spanische Fliesen um 1800 sind so gestaltet, allerdings in bunt. Ist das Bild eine F\u00e4lschung? Hoogstraten selbst hat in einigen seiner Bibelillustrationen solche Kost\u00fcme verwendet, ich habe daraus eine neue Version von Fliesen gemacht, die es eventuell so mal in Dordrecht gegeben haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Folgt man den Bilderr\u00e4tsel-Symbolen ins Bild hinein, kann man eine scheinbar eindeutige Reihe bilden: Der T\u00fcrgriff der offenen T\u00fcr, Besen und Putztuch &#8211; vernachl\u00e4ssigte (h\u00e4usliche) Tugend, ausgezogene Pantoffeln, der Schl\u00fcssel im Schloss, die krumme Kerze, schlie\u00dflich rechts oben ein Gem\u00e4lde Gerard ter Borchs (mit knallrotem Himmelbett im Hintergrund) \u00e4hnlich dem, das heute \u2039die v\u00e4terliche Ermahnung\u203a hei\u00dft. Das wirft reichlich neue Fragen auf &#8211; abgesehen davon, dass der oft herangezogene vermeintliche Schl\u00fcssel, das Gem\u00e4lde an der R\u00fcckwand, in seinem Titel schon eine rein neuzeitliche Annahme\/Fehlinterpretation enth\u00e4lt, denn andererseits ist jeder Gegenstand f\u00fcr sich gew\u00f6hnlich und an einem glaubw\u00fcrdigen Ort, wodurch die Tiefendimension seiner jeweiligen Bildebene f\u00fcr den Betrachter schnell und unmittelbar erfassbar ist. Hoogstraten interessierte sich f\u00fcr \u20393D-Effekte\u203a! Mit dem Weglassen der \u00fcblichen Figuren macht er den Anfang auf dem Weg zur abstrakten Moderne. Entfernen wir alle Gegenst\u00e4nde aus dem Bild sind wir nur noch einen winzigen Schritt entfernt von Mondrian.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Hoogstraten.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-302\" src=\"http:\/\/de-waterloo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Hoogstraten-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vernissage am 10. Dezember 2017 um 18:00 Uhr bei Helena Francisco \u00abHaare &amp; so\u00bb Ostertorsteinweg 105a 28203 Bremen. Nagelneue Fliesen aus 4 Jahrhunderten. F\u00fcr alle, die sich weiter mit den Hintergr\u00fcnden befassen wollen, stelle ich die\u00a0 Begleittexte zur Ausstellung No2 hier ein [15.12.: jetzt auch die ausgestellten Fliesen]. Das erg\u00e4nzende Bildmaterial dazu steht aus rechtlichen&#8230; <\/p>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/h00p.de\/?p=279\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":277,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"http:\/\/h00p.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/auftrag-D-tab2q-IMG_5233.jpg","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p84NgT-4v","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/279"}],"collection":[{"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=279"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":335,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/279\/revisions\/335"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/277"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/h00p.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}